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Die Wirksamkeit der ozonbasierten automatisierten Raumdesinfektion mit STERISAFE PRO wurde auf Oberflächen getestet, die mit der entstehenden multiresistenten Hefe Candida auris kontaminiert sind. Die Technologie erreichte erfolgreich eine Abtötungsrate von über 4-Log-Reduktion unter komplexen Raumbedingungen.

Candida auris ist ein Hefepilz, der 2009 erstmals beschrieben wurde und seither weltweit an zahlreichen Krankenhausinfektionen (HAI) beteiligt ist (CDC, 2019). Er kann schwere Fälle von invasiver Candidiasis verursachen, die unter Umständen zum Tod führen können, insbesondere bei hospitalisierten Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Diese besondere Candida-Pilzart erhält weltweite Aufmerksamkeit wegen ihrer multiplen Arzneimittelresistenz (MDR). Herkömmliche Antimykotika haben oft keine Wirkung bei C. auris-Infektionen, und einige Infektionen sind Berichten zufolge gegen alle drei Hauptklassen von Antimykotika (Polyene, Azole und Echinocandine) resistent. Darüber hinaus werden C. auris durch herkömmliche Labormethoden leicht fälschlich als andere Candida-Spezies identifiziert, was zu Missmanagement von Ausbrüchen in Krankenhäusern führen kann.

Aus diesen Gründen ist die Vorbeugung gegenüber der Behandlung von C. auris zu bevorzugen. Hefen haben jedoch im Allgemeinen eine hohe Überlebensrate auf unbelebten Oberflächen, und einige C. auris-Stämme leben nachweislich mehrere Wochen lang auf verschiedenen Oberflächen. Automatisierte Oberflächendesinfektionstechnologie, wie die von STERISAFE, kann sich als nützlich erweisen, um die Ausbreitung von um die Ausbreitung von C. auris im Gesundheitswesen zu verhindern. Nach einem zuvor erfolgreichen Versuchsaufbau mit E. faecium unter realen Bedingungen, Knobloch et al. (2019) wiederholten ihre Experimente mit C. auris, und untersuchte die Wirksamkeit von STERISAFE PRO in einem Patientenzimmer eines Krankenhauses.

Für diesen Test verwendeten Knobloch et al. vier C. auris-Stämme, wobei zwei besondere Stämme aufgrund ihrer hohen Überlebensfähigkeit unter widrigen Bedingungen ausgewählt wurden. Zur Bestätigung der levurosiden Wirkung wurde auch ein harmloser Stamm von Candida albicans einbezogen. Während der Rest der allgemeinen Versuchsanordnung weitgehend unverändert blieb, wurden diesmal die verschiedenen Stämme des interessierenden Erregers auf verschiedene Oberflächentypen gelegt: Keramikfliesen, Edelstahl und Vollkernmöbelplatten (siehe Abbildung 1). Die kontaminierten Flächen wurden zunächst getrocknet und dann an acht verschiedenen Stellen im Hauptraum und in den Nebenräumen (Bad und Vorraum) platziert. Die mikrobiellen Tests wurden nach einem Standard STERISAFE PRO Desinfektionszyklus (80 ppm Ozon, 60 min Verweilzeit, 90% r.F., 150 min insgesamt) durchgeführt und das Experiment wurde zu Zwecken der Qualitätskontrolle dreifach durchgeführt. Sowohl die Abtötungsrate als auch die Überlebensfähigkeit wurden bewertet.

Während des Trocknungsschritts vor der Behandlung mit STERISAFE PRO zeigten die verschiedenen C. auris-Stämme unterschiedliche Überlebensfähigkeiten. Von den vier getesteten Stämmen verstarb einer schnell während der Trocknung, ein anderer zeigte eine signifikante Reduktion der Zellzahlen. Nur die zwei Stämme, die wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen Widrigkeiten ausgewählt wurden, wiesen ausreichende Zellzahlen für weitere Desinfektionsanalysen auf; sie wurden einer Ozonierung unter der STERISAFE PRO Behandlung zusammen mit C. albicans unterzogen. Die drei untersuchten Hefestämme zeigen nach dem Standard-Ozonierungszyklus eine durchschnittliche Reduktionsrate von über 4-Log, was den strengen Anforderungen der Norm NF T 72-281 entspricht. Dieser Test zeigt, dass STERISAFE PRO eine ausreichende Wirksamkeit gegen Hefepilze für die getesteten C. auris Stämme erreicht. Der Unterschied im Überlebensverhalten zwischen den verschiedenen C. auris-Stämmen erfordert jedoch eine gewisse Vorsicht bei potenziell resistenteren Stämmen.

Abbildung 1. Leblose Oberflächenmaterialien, die zur Kontamination vor Überlebens- und Desinfektionsexperimenten verwendet werden (reproduziert mit freundlicher Genehmigung von Knobloch et al., 2019)

Verweise:

  1. Knobloch J.K., Franke G., Belmar Campos C.E., Klupp E.M., Voss A. & Meis J.F. (2019). Desinfektion von Oberflächen, die mit Candida auris kontaminiert sind, mittels Ozon unter komplexen Raumbedingungen. Mykosen62 (S1): 29
  2. CDC, Zentrum für Seuchenbekämpfung und Prävention (2019). Candida auris. U.S. Department of Health & Human Services, zugegriffen im October 2019. <https://www.cdc.gov/fungal/candida-auris/index.html>